Schröder legt den bildungspolitischen Rückwärtsgang ein

Jusos kritisieren rückschrittliche CDU-Bildungspolitik

Die Jusos Sachsen-Anhalt weisen die aktuell vom CDU-Franktionschef geäußerte Sammlung an bildungspolitischen Rückschritten zurück und sprechen sich dabei auch klar gegen den Vorschlag aus, die verbindliche Schullaufbahnempfehlung wieder einzuführen. Kein Verständnis haben die Jusos zudem für die Intention der CDU, das erfolgreiche Modell der Gemeinschaftsschule bildungspolitisch zu tropedieren. Die Gemeinschaftsschule ist etabliert, beliebt und erfolgreich. Warum die CDU stattdessen an der zwingenden Zweiteilung ab Klasse fünf zwischen einem Gymnasium für Wenige und Sekundarschulen festhalten will, erschließt sich nicht. „Es geht der CDU nur darum, mit Zwang das dreigliedrige Schulsystem zu erhalten“, äußerte sich der stellvertretende Juso-Landesvorsitzende Lukas Salzbrunn. „Das geht zu Lasten der Kinder. Nach den ersten vier Schuljahren den weiteren Bildungsverlauf endgültig festzuschreiben ist heute endlich überwunden, dabei muss es auch bleiben.“

Noch immer sind in Deutschland die Chancen von Kindern aus finanziell besser gestellten Familien auf einen Platz am Gymnasium, statt an einer Sekundarschule, dreimal so hoch wie jene der übrigen Altersgenossen. „Unser Bildungssystem selektiert noch immer stark und verbaut Kindern somit Chancen. Wenn Eltern das Mitspracherecht bei der Laufbahn entzogen wird, würde dieser Effekt weiter gestärkt. Das lehnen wir ab “, so Salzbrunn weiter.

Eine Entscheidung dieser Tragweite sollten Eltern auch weiterhin treffen dürfen, zumal Lehrkräfte hierfür ja beratend zur Seite stehen. Für die Jusos ist klar, dass eine Aufwertung von allgemeinbildendne Schulen am besten mit einer Etablierung von Gemeinschafts- und Gesamtschulen zu erreichen ist. Dieser Prozess ist in Sachsen-Anhalt ein Erfolg und auch weiter auf dem Vormarsch. Hierbei handelt es sich um eine sinnvolle Ergänzung zum Gymnasium und keinesfalls um eine Konkurrenz im Sinne von Bildung als Konsumgut. Salzbrunn abschließend: „Die CDU legt mit dieser Forderung den wiedermal den bildungspolitischen Rückwärtsgang ein und versperrt völlig der Realität.“

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