Jusos Sachsen-Anhalt verabscheuen Rechte Gewalttaten und Aktivitäten

Die Jusos Sachsen-Anhalt verurteilen jegliche Form rechter Gewalt und Propaganda. Mit allen Demokratinnen und Demokraten stehen wir für eine weltoffene Gesellschaft ein, in der rechtes Gedankengut keinen Platz findet.

Seit einigen Monaten nimmt die Anzahl an rechtsradikalen Taten verschiedenster Art deutschlandweit und auch in Sachsen-Anhalt deutlich zu. Juso-Landesvorsitzende Tina Rosner findet hier deutliche Worte: „Jede nationalistische, fremdenfeindliche oder anders menschenverachtende Tat ist eine zu viel. Es ist widerlich und absolut inakzeptabel, was momentan immer deutlicher zu Tage tritt. Braunes Gedankengut scheint gar salonfähig. Es reicht! Wir dürfen dieser menschenverachtenden Ideologie keinen Fuß breit mehr Raum überlassen, weder auf den Straßen, noch in den Köpfen. .Die rechte Gewalt, mit der wir hier konfrontiert werden, ist ein Appell an die gesamte Gesellschaft klar Position zu beziehen und solche Ausschreitungen nicht länger stillschweigend zu dulden.“

Nachdem kürzlich im Jerichower Land der seit Jahren als rechtsradikaler Gewalttäter bekannte Dennis Wesemann während eines Kreisligaspiels einen Spieler mit kosovarischen Wurzeln rassistisch beleidigte und körperlich attackierte, brannte in der Nacht von Karfreitag auf Samstag in Tröglitz die geplante Unterkunft für AsylbewerberInnen. Nun erhielt mit dem Landrat des Burgenlandkreises auch der zweite Kommunalpolitiker Sachsen-Anhalts, neben Magdeburgs Bürgermeister Trümper, Morddrohungen von Rechts.

Rosner hierzu: „Die aktuelle Entwicklung ist leider nur die Spitze eines Eisberges, dennoch aber absolut erschreckend. Die Zunahme an rechten Taten und Äußerungen auch hier im Land ist mehr als ein deutliches Warnsignal. Das wir 2015 über immer mehr rechte Gewalt diskutieren müssen ist mehr als traurig, darf nun aber von niemandem mehr geleugnet werden.“ Vom Landessportbund und dem Innenministerium fordert Rosner umfassende Aufklärung und Reaktionen ein. „Eine lasche Umgehensweise mit den Vorfällen darf es nicht geben. Es sind eben keine zu verharmlosenden Einzelfälle, mit denen man sich jahrelang in Sicherheit wog“.

„Ob bei wöchentlichen Aufmärschen von Pegida-Ablegern, bei Rassismus im Sport oder einfach nur im scheinbar harmlosen, sicheren Alltag – um das offensichtliche Problem Rassismus anzugehen, darf kein Mitglied einer demokratischen Gesellschaft so etwas dulden“, so Rosner abschließend.

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