Die Union hat offensichtlich ihr selbst erklärtes Ziel, Deutschland zur Bildungsrepublik zu machen, über Bord geworfen. Ministerpräsident Roland Koch kürzt beim Hochschulpakt in Hessen und stellt das Ziel, ab 2015 mindestens zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung auszugeben, offen in Frage. Der CDU-Wirtschaftsrat stimmt begeistert mit ein und die Bundeskanzlerin schweigt sich aus. Ein guter politischer Kurs für Deutschland sieht anders aus.
Die Jusos sehen die latente Gefahr, dass Sachsen-Anhalt endgültig den Anschluss verliert. Der Hochschulsektor ist einer der wenigen Bereiche, indem Sachsen-Anhalt noch konkurrenzfähig ist und Grundlagen für Wirtschaftswachstum schafft. Wer Zukunft haben will, braucht Bildung. Nur wer in die Bildung investiert, kann im Globalisierungszeitalter konkurrenzfähig sein. Die Aussage des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich „Mehr Geld macht nicht automatisch klüger“ ist ehrenrührig und selbst das Gegenteil von klug und weise.
Bildung beginnt im frühen Kindesalter. Folglich fordern die Jusos Sachsen-Anhalt nicht nur aufgabenausfinanzierte Universitäten, sondern auch ein Fundament von erstklassigen Kindertagesstätten sowie ein umfassendes bildungspolitisches Konzept von der Ganztagsschule bis zur Hochschule.







