Am vergangenen Samstag organisierte die rechtsextreme „Initiative gegen das Vergessen” wie auch in den vergangenen Jahren erneut einen Aufmarsch, um das Gedenken der Opfer der Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 für ihre Zwecke zu missbrauchen. Auch wenn es nicht gelang den Aufmarsch der knapp 1200 Nazis zu verhindern, zeigten sich die Jusos angesichts der verstärkten Mobilisierung innerhalb der Magdeburger Zivilgesellschaft mit dem Tag zufrieden.
„Wir danken den 10.000 Menschen, die aus ganz Sachsen-Anhalt nach Magdeburg kamen um an den Gegenveranstaltungen zum Aufmarsch teilzunehmen“, so Martin Kröber, Koordinator des Juso-Landesarbeitskreises „Gegen Rechts“. „Sie setzten damit ein klares Zeichen gegen das menschenverachtende Weltbild der Neonazis und gaben den Nazis zu verstehen, dass sie in Magdeburg und in ganz Sachsen-Anhalt nicht erwünscht sind!“ Besonderen Dank sollte nach Meinung der Jusos an den KanTe e.V. gehen, der die „Junge Meile“ mit ihrem Kulturprogramm organisiert hat.
Veröffentlicht am 17.01.2012
Die Jusos Sachsen-Anhalt fordern die CDU auf, gemeinsame Projekte der Landesregierung nicht in voreiligen Diskussionen zu zerreden. „Die Äußerungen und Kritik über die Novellierung des Kinderfördergesetzes seitens der CDU-Fraktion und auch die unerklärliche Verzögerung in der Erarbeitung eines Vergabegesetzes deuten auf eine Hinhaltetaktik zu Ungunsten der Vereinbarungen im Koalitionsvertrag hin“ zeigt sich Tina Rosner, stellvertretende Juso-Landesvorsitzende, irritiert.
Die Jusos Sachsen-Anhalt sehen das Ziel der Novellierung des Kinderfördergesetzes in der Herstellung gleicher Bildungs- und Förderungsmöglichkeiten für alle Kinder in unserem Bundesland, unabhängig der Einkommenssituation ihrer Eltern. „Kinder können nicht beeinflussen, ob ihre Eltern eine Arbeit haben oder nicht und sollten daher auch nicht bestraft werden, in dem sie dann weniger Zeit in den Kitas verbringen dürfen und damit weniger Förderung erfahren. Der Ganztagsanspruch für alle Kinder ist daher für die Jusos und auch die SPD Sachsen-Anhalt der zentrale Teil einer KiFöG- Novelle. Zudem wird nicht nur das Mitspracherecht der Eltern gestärkt, sondern die ErzieherInnen werden zukünftig auch mehr entlastet“ kommentiert Patrick Wanzek, Koordinator des Juso-Landesarbeitskreises Bildung und Soziales, den Hintergrund der Novellierung. Anstrengungen zur Haushaltskonsolidierung dürfen nicht einseitig vorgeschoben werden, denn auch eine, von der CDU geforderte Entlastung der Mehrkindfamilien, wird mutmaßlich zur Kostensteigerung bei dieser Gesetzesnovelle beitragen. „Daher ist es mehr als leichtfertig, eine Kostensteigerung für eine politisch gewollte Verzögerung in der vereinbarten Zeitschiene der KiFöG-Novelle vorschieben zu wollen!“ kritisiert Tina Rosner.
Veröffentlicht am 05.01.2012
Nach Zahlen der Breitbandinitiative D21 hängt Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich der Internetnutzung weiterhin hinterher und belegt erneut den letzten Platz im Ranking der Bundesländer. Lediglich 64 Prozent der Bürgerinnen und Bürger unseres Bundeslandes nutzen das Internet, im Vergleich dazu liegt der Bundesdurchschnitt bei ca. 75 Prozent. Auch im mitteldeutschen Vergleich fällt Sachsen-Anhalt deutlich hinter Thüringen (71 %) und Sachsen (70 %) zurück.
Ein Grund für den niedrigen Nutzungsgrad ist im Ausbau des Breitbandnetzes in Sachsen-Anhalt zu finden. „Während die Oberzentren zunehmend mit flächendeckenden Zugängen zum Breitbandnetz ausgestattet sind, reicht es oftmals aus, die Stadtgrenzen zu verlassen und man befindet sich im digitalen Nirgendwo. Die sogenannten Speckgürtel der Oberzentren sind im Bereich des Breitbandausbauvergleichs oft sprichwörtliche Hungerleider“ kritisiert Martin Trisch, stellvertretender Juso-Landesvorsitzender
Veröffentlicht am 02.01.2012
Wir Jusos vom Landesarbeitskreis Ökonomie und Ökologie trauern um unseren Genossen Henner Will, der am 18. November bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte.
Unser Landesarbeitskreis wurde im Jahr 2008 gegründet und durch den ersten gewählten Koordinator, Henner Will, maßgeblich beeinflusst in seiner Entwicklung, hin zu einem lebendigen Diskussionsforum und einer wahren Ideenwerkstatt.
Henner war 2008 im Rahmen seines Studiums nach Magdeburg und damit in den Juso-Landesverband gekommen. Bereits von Beginn an meisterte er als Koordinator mit Mut und Ehrgeiz alle organisatorischen Hürden. Seine Arbeitsweise war geprägt von einem steten Informationsaustausch mit allen Mitgliedern und prägt noch heute unser Vorgehen im Landesarbeitskreis. Durch die von ihm eingeführten interaktiven Terminabstimmungen, durch gemeinsam erarbeitete Thesenpapiere und durch aktuelle Pressemitteilungen wurde der Landesarbeitskreis bald zu einer vielfältig wahrgenommenen und beliebten Institution für die Jusos Sachsen-Anhalt.
Wir haben Henner sehr geschätzt und werden ihn und das, was er für unseren Landesarbeitskreis getan hat, nicht vergessen. Die Jusos Sachsen-Anhalt und insbesondere der Landesarbeitskreis Ökonomie und Ökologie werden Henner stets als einen der ihren in Erinnerung behalten.
In tiefer Trauer.
Christian Böhme, im Namen des Landesarbeitskreises Ökonomie und Ökologie
Veröffentlicht am 27.11.2011
1. Das Juso-Delegiertenpotential auf dem Landesparteitag lag außerhalb des Umfangs der Stimmen, die Katrin Budde nicht auf sich vereinigen konnte – von den fast 120 Delegierten waren etwa 20 bis 25 zum Kreis aktiver Jusos zu zählen. Selbst aktive Jusos verstehen sich in erster Linie ihren Kreis- und Stadtverbänden verpflichtet.
2. Ein Wahlergebnis von 68 Prozent mag für Außenstehende eher unbefriedigend wirken. Es spiegelt aber unter anderem, dass die SPD sich nach dem für sie bitteren Jahr 2009 immer noch in einer Erneuerungsphase befindet, in der Einmütigkeit nicht erwartet werden kann und unter Umständen auch gar nicht zweckmäßig ist. Bei geheimen Wahlen zutage tretenden Konflikten eine Juso-Urheberschaft zu unterstellen, muss daher in den Bereich der Verschwörungstheorien verwiesen werden.
3. Kritik, welche die Jusos an Aspekten der Arbeit der Landespartei und die sie Repräsentierenden in den Parlamenten üben, ist nicht auf Einzelpersönlichkeiten fokussiert, sondern einzelfallbezogen und themen- sowie lösungsorientiert.
Veröffentlicht am 27.11.2011